Freundschaft erwarten, aber mich verleumden?

Ich wünschte, ich könnte dir einfach in die Fresse spucken, wie ich mich fühle, denn ich habe das Gefühl, dass dir nur wichtig ist, wie es DIR dabei geht.

So.

Advertisements

Vertraut..Rubinketten, „Liebe“, Elian und der ganze andere Kram, von dem niemand mehr spricht

Es ist alles anders als früher.. und gewissermaßen ist es gut so. In fast jeder Hinsicht.

Nur manche Menschen haben sich so verändert, dass ich sie nicht mehr erkenne. Es fühlt sich immer falsch an, sie reden zu hören, weil sie nie sagen, was sie wirklich sagen wollen. Nicht, dass es nicht an mir liegen würde, an meinem Ich der Vergangenheit, aber ich habe niemals gesagt: „Hey. Du bist scheiße. Verstell dich für den Rest deines Lebens.“ Und trotzdem fühle ich mich so schuldig… und frage mich, ob nur ich das so empfinde, oder ob dieser Mensch (ja, ein Spezifischer) wirklich so anders ist als ich ihn kennengelernt habe. Wenn ich Erinnerungen von damals wieder wachrufe, merke ich erst richtig, dass etwas falsch ist, denn alle Erinnerungen fühlen sich so vertraut und richtig an. Dann kann die Gegenwart für diesen Menschen ja nicht ganz richtig sein, oder?

Andererseits: jeder Mensch verändert sich.

Wiederrum andererseits: kein Mensch hat erst so viele Gefühle, dass er darin erstickt, und dann gar keine mehr (abgesehen von Depressiven, die ihr Leben aufgegeben haben – aber richtig depressiv ist er nicht, höchstens ganz normal, wie jeder Andere auch, Gelegenheits-depressiv).

Es wirkt, als hätten wir Rollen getauscht. Oder.. als wäre der Mensch, den ich früher liebte, verschwunden. Ich weiß, dass die Zeit uneinholbar ist. Ich akzeptiere das. Aber nachts ein bisschen davon zu träumen, würde ich schon gerne… es war keine schöne Zeit… aber diese Art von „Liebe“, die ich dort erlebte, außerdem das ganze Zeugs mit Elian und so ist schon erinnerungswürdig. Das ist ein bisschen makaber: aber manchmal glaube ich, der Mensch von früher, der keinen Sinn im Leben sah, war ein bisschen echter als der Mensch von heute, der einen vollständigen Freundeskreis hat, eine meist liebevolle Familie, Erfolg in allmöglichen Dingen…aber nicht mehr er selbst ist.

Naja, im Endeffekt ist es für mich total unwichtig. Der Mensch – sein Leben -, Ich – mein Leben. Wir gehen getrennte Wege und sehen uns nur noch einmal die Woche platonisch befreundet…

Ich möchte nur noch einmal den Menschen von früher in den Arm nehmen dürfen. Den hab ich lieb. Es tut mir leid, wie ich mich verhalten habe.

.. dein Leenchen

 

Nur ein Gedankengang….

So schön…

…dass es egal wäre, wenn alles nur ein Traum wäre.

…dass jeder Gedanke an dich ein Lächeln mit sich bringt.

…dass ich die Vergangenheit hinter mir lassen kann.

…weil ich mich an deiner Seite vollständig fühle.

…weil ich dir alles anvertrauen kann.

…weil du mein Lieblingsmensch bist.

 

Ein Traum – Turnen

Leistungsturnen.. neben Konkurrenzkampf und Leistungsdruck bietet Turnen für Laura ein Ventil, sich selbst zu verwirklichen. Die Bewegungen auf dem Balken beruhigen sie in stiller Stunde. Wenn sie einen Handstand macht, fühlt sie sich sicher, fühlt sie sich wohl. Turnen ist ihr ein Zuhause.

Laura hat gerne geturnt. Sie war eine der Besten und hätte wirklich etwas werden können. Sie fing mit sieben Jahren an und trainierte leidenschaftlich hart.

Mit acht Jahren brach sie sich den Arm in Splitter und musste sechs Monate lang aussetzen. Selbst mit den harten Gips hat sie Handstände gemacht.

Als Laura wieder trainieren konnte, bot sich ihr ein unvergessliches Bild. Ihre Kameradinnen waren in der Lage, Kunststücke einwandfrei auszuführen, von denen Laura nur träumen konnte. Alle Kameradinnen hatten weiter trainiert. Sie hingegen war auf dem Stand, auf dem die Anderen vor einem halben Jahr waren. Es zerriss ihr das Herz.

Trotzdem versuchte Laura weiterzumachen. Sie trainierte wieder, leidenschaftlich. Alles schien zu funktionieren. Aber eines Tages sollten die Kinder mit dem Sprungbrett in den Handstand auf dem Bock springen. Laura hatte dies immer gerne getan. Sie hatte das geliebt. Aber an diesem Tag traute sie sich nicht.

Hinzu kam der Schulstress, weil Laura nun in der fünften Klasse war und an einem der Trainingstage bis 16 Uhr Schule hatte. Sie kam durch das zusätzliche Training erst abends nach Hause. Für Laura war das unerträglich.

All das führte dazu, dass Laura mit neun Jahren aufhörte zu turnen. Sie widmete sich der Musik und wurde sehr gut darin. Mit sechzehn Jahren spielte Laura drei Instrumente auf passablem Niveau und verstand es auch, zu komponieren. Sie turnte nur noch mit Handständen an der Wand und gelegentlich mit Freunden oder ihrer kleinen Schwester.

Laura merkte langsam, aber sicher, dass die Leidenschaft nach dem Turnen immer noch in ihr brannte. Es hatte niemals aufgehört… Laura kehrte sich in der Hinsicht immer mehr in sich. Sie musste verstehen lernen, was das Turnen für sie bedeutete. Und sie begann zu verstehen.

Laura hatte niemals aufgehört, das Turnen zu lieben. Und sie wusste, dass sie niemals damit aufhören würde. Fest hatte sie sich vorgenommen, im nächsten Leben groß mit dem Leistungsturnen rauszukommen… sie hatte immer Olympiameisterin, oder wenigstens Weltmeisterin, werden wollen.

Und jetzt wird Laura immer stiller, immer eifriger, ihrer Leidenschaft nachzukommen. Ständig fragt sie sich, ob sie es schaffen kann, wieder anzufangen. Sie ist sechzehn Jahre alt, also in dem Alter, in dem sie bereits groß raus kommen müsste.

Sie brennt danach, wieder anzufangen. Aber kann sie es schaffen? Oder wird ihre Leidenschaft zu Staub zerfallen und womöglich noch Schmerzen der Erfolglosigkeit nach sich ziehen?

Wagt Laura es, mutig zu sein?

sport-684183_640.jpg